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Montag, 10. November 2014

Schwarz-Weiß-Malerei


Schaut Ihr auch so gerne Vorher/Nachher Fotos an?

In letzter Zeit habe ich immer mal wieder nach Vorher/Nachher Fotos von Möbeln gegoogelt. Ich hätte ja wirklich große Lust so etwas auch mal auszuprobieren. Ich habe da einen kleineren Wäscheschrank und eine Schubladenkommode, die dringend mal eine farbliche Veränderung bräuchten.

Bislang hat mich der Aufwand immer davon abgehalten: schleifen, vorstreichen, schleifen, noch mal vorstreichen, schleifen usw. usw.  Boah! Wie lange soll das denn dauern? Einmal habe ich es mit einem kleinen Stuhl probiert. Ich habe mir solche Mühe gegeben und am Ende war das Ergebnis sehr mittelmäßig.

Dann habe ich immer häufiger von einer Farbe gelesen, mit der das alles einfacher sein soll: Chalk Paint.  Und durch einen glücklichen Zufall bin ich Ende August tatsächlich auf einem Workshop gelandet, wo es genau um diese Farbe ging (Ich habe da noch ganz viele Fotos, die ich Euch Ende der Woche zeigen werde - kleiner Bearbeitungsrückstau ;-) ....)
Das hat solchen Spaß gemacht, dass ich mir hinterher tatsächliche weiße Farbe und ein paar kleine Döschen in grau, grün und rosa gegönnt habe.

Da man mit der Farbe auf fast allen Untergründen streichen kann, habe ich sie einfach mal an einer alten Kiste aus Kunstleder ausprobiert, in der ich Schmuck aufbewahre.
Vor vielen Jahren hatte ich sie beim "Kaffeeröster" mit reichlich Make up als Inhalt gekauft.  Schöner ist sie im Laufe der Zeit nicht geworden und ich habe sie irgendwann ganz verschämt in der Ecke neben dem Kleiderschrank versteckt. Nachdem dann eine unserer Besuchskatzen ihre Krallen daran geschäft hatte, stand die Kiste auf der Abschussliste.

Also wie gesagt: ich hatte nichts zu verlieren.
Darum Deckel auf, Farbe umrühren und los gings.


Nach 2 Schichten Farbe war das schwarze Kunstleder Vergangenheit, mit etwas Grau habe ich die Kanten abgesetzt und zum Schluss alles mit einem speziellen Wachs versiegelt. Ein alter einzelner Ohrring kam als Deko auf die Vorderseite.



Es war wirklich easy! Und ich könnte mir vorstellen, dass Ihr jetzt häufiger Vorher/Nachher Fotos bei mir sehen könnt.

Mein Schmuckkasten gefällt mir jetzt wieder richtig gut - er braucht sich nicht zu verstcken.
Das gestrichene Kunstleder hat sogar einen matten Glanz behalten.



Mit diesem kleinen Werk bin ich heute dabei beim Creadienstag.

Leben und leben lassen




Heute habe ich ein kleines Bilderrätsel für Euch.

Es ist nichts Gebasteltes, kein Upcycling oder so.




 Es hat auch nichts mit Aliens zu tun.



Und mit Bienen auch nicht.

Aber es geht schon eher in diese Richtung.




Es ist ein Wespennest!

In diesem Jahr war Frau Wespenkönigin sehr schlau und hat ihr "Schloss" einfach in den Meisenkasten hineingebaut - oder besser gesagt,  bauen lassen. 
Man ist ja schließlich nicht umsonst die Königin.

Nachdem sich der Hofstaat nun aufgelöst hat, konnte ich das Nest näher in Augenschein nehmen. Es ist so sorgfältig gearbeitet. Schicht für Schicht sind die Waben wie Toastbrotscheiben in den Kasten gebaut. 

Beeindruckend!

Ich war übrigens nicht glücklich damit, ein Wespennest im Garten zu haben. Im Sommer tummeln sich hier einige Kinder und ich hatte Sorge, dass das gefährlich werden könnte.  Aber wir haben Spielregeln im Umgang mit den Tieren aufgestellt: nicht direkt am Nest spielen, keine Bälle dagegen werfen, keine Wasserpistole, respektvoll Abstand halten. 

Es hat funktioniert. 
Wir haben die Wespen in Ruhe gelassen und sie haben uns in Ruhe gelassen.  
Leben und leben lassen.

Kommt gut in die Woche!



Mit meinen Bildern mache ich mit bei Steffi`s MakroMontag.

Sonntag, 9. November 2014

Tula Pink - und weiter geht`s!



Schön bunt, oder?!
Das sind die 15 Blöcke des ersten Kapitels aus Tula Pink`s City Sampler "100 Modern Quilt-Blocks".

In dieser Woche habe ich endlich den Staub von meiner Nähmaschine gewischt und wieder ein paar  Blöcke genäht. Denn eigentlich mache ich beim German QAL zu Tula`s Buch mit.
Leider lag auch hier in den letzten Wochen alles brach bei mir.

Ich steige jetzt einfach wieder mit ein und werde jeweils die Blöcke nähen, die laut Ablaufplan an der Reihe sind. Und Stück für Stück werden die fehlenden Blöcke nachgenäht.

In dieser Woche waren die Blöcke Nr. 46 und 47 an der Reihe:

Nr. 46 "Licht und Schatten"


Nr. 47 "Kleine Schummelei"
(Wer den Block kennt, sieht natürlich sofort, was ich meine ;-). 
Ich  hatte falsch zugeschnitten und mich richtig darüber geärgert. Mir gefiel die Stoffkombination aber so gut und ich hätte nicht mehr genug von den gelben Waben gehabt, um den Block noch einmal größer zuzuschneiden. Aber mit einem kleinen Trick funktioniert es!)


Von meinen Rückständen sind die Blöcke 11, 12, 13, 14 und 15 fertig geworden.


Nr. 11 "Ladybugs crossing!"


Nr. 12 "Schnecken-Balla-Balla"


Nr. 13 "Häschen in der Grube"

 
Nr. 14 "Post für Frau Möwe"


Nr. 15 "Flossen hoch!"



Heute Abend werde ich es mir wieder mit dem Buch und meinen Stoffen vor der Nähmaschine gemütlich machen und noch ein paar Blöcke nähen. 

Ich hoffe, auch hier habt es gemütlich.

Einen schönen Sonntag noch!




(Notiz an mich: Denk doch bitte beim Fotografieren daran, die Fusseln und Fäden von den Blöcken zu nehmen!!!!)

Donnerstag, 6. November 2014

Der Kindergartenquilt - von der Idee zur Präsentation




Am Dienstag habe ich Euch den Kindergartenquilt gezeigt, der im vergangenen Sommer zusammen mit den Kindern der Bärengruppe im Kindergarten unseres Sohnes entstanden ist.

Vielleicht habt Ihr ja Lust bekommen, etwas Ähnliches auszuprobieren?

Dann zeige ich Euch einfach, wie es hier bei uns gelaufen ist:

Meine ersten Gedanken gingen in die Richtung, dass für die Kindergartengruppe eine Decke entstehen sollte, die ähnlich wie die Decke für meinen Sohn, aus alten Shirts der Kinder gestaltet sein sollte. Natürlich sollte sie groß genug sein, so dass man sich gemütlich damit zudecken kann.
Schnell war mir klar, dass es etwas langweilig wird, wenn man nur die Shirts nimmt. Jedes Kind sollte selber mit Hand anlegen und etwas gestalten. Jedes Kind soll seinen eigenen Block bekommen!
Bei 20 Kindern müsste die Decke also aus 5 Reihen mit jeweils 4 Blöcken bestehen. Jeder Block sollte 0,40 m x 0,35 m groß sein, so dass man ein Endmaß von ca. 2,00 m x 1,40 m erhält.

Für mich war die Sache damit klar - aber wie vermittele ich meine Idee den Eltern der anderen 19 Kinder und den Erzieherinnen?  Eine kurze Ansprache auf dem Elternabend bescherte mir Interessse bei Einigen und große Fragezeichen in den Gesichtern der Anderen.





Also habe ich einen Brief an alle geschrieben, das Ganze erklärt und eine Skizze gemacht. Außerdem habe ich in dem Brief um ein Shirt von jedem Kind gebeten. Für Interessierte habe ich auch ein kleines Musterstück genäht und auf Pappen geklebt.  Diese Pappen standen dann im Gruppenraum und ich konnte so die Fragen besser beantworten und zeigen, wie ich mir das alles vorstelle.



Dann trudelten die Shirts ein.
Ich habe sie in einer großen Tüte gesammelt. Ganz wichtig: den Namen des Kindes gleich gut sichtbar an dem Kleidungsstück anbringen! Entweder mit Edding an den Rand auf das Shirt schreiben oder einen Zettel mit Sicherheitsnadel anheften.
Es war ein großer Berg Klamotten, der da bei mir eintrudelte.
Einige Teile waren so süß, dass ich sie mir gut auf der Decke vorstellen konnte. Bei anderen Teilen waren die Motive aber auch mal sehr klein und/oder recht verwaschen und/oder fleckig. Das ist eben die Herausforderung an der Sache.

Man muss die Dinge nehmen wie sie sind.


Schließlich war es so weit und konnte mit den Erzieherinnen Termine für Basteltage absprechen.
Ich war an diesen Tagen schon zum Frühstück im Kindergarten. Die Kinder kamen dann nacheinander zu dritt oder zu viert und ich habe ihnen die Aufgabe erklärt. Die Erzieherinnen haben  die Kinder jeweils in den Gruppenraum geschickt, während der Rest der Bande draußen gespielt hat. 

Beim ersten Treffen haben wir mit Stoffschnipseln Collagen gebastelt. Die Kleineren haben einfach das ausgeschnitten, was Ihnen besonders gut gefiel. Die größeren Kinder haben Muster aufgeklebt, kleine Bilder gestaltet oder vorgezeichnete Formen mit ihren Stoffschnipseln ausgefüllt.

Ich hatte dazu einen großen Berg kleiner Stoffreste, Schneiderscheren, Klebestifte und einfarbige Stoffe mitgebracht.
Beim zweiten Termin haben die Kinder ihre Handabdrücke aus auf Stoff gemacht. Man darf wirklich nicht unterschätzen, wie schwierig es für Kinder sein kann, ihre eigene Hand mit Pinsel und Farbe so anzumalen, dass man damit Stempeln kann!

Zu diesem Termin hatte ich einfarbige helle Stoffe / alte Bettwäsche mitgebracht.

Es ist einfacher, wenn man diese Arbeiten mit zwei Erwachsenen begleitet.  Auf dem Foto ist meine Mama gerade mit den Kindern beschäftigt. Es war für sie auch ein besonderer Tag, denke ich. Wann ist man als Oma schon mal im Kindergarten?



Es sind viele, viele Sachen entstanden. Das Allerwichtigste auch hierbei ist natürlich: den Namen der Kinder auf jedes Teil schreiben!  Man kann sich bei 20 Kindern unmöglich merken, was zu wem gehört.

Zu Hause habe ich dann größere Briefumschlage genommen und darin jeweils die Shirts, Collagen und Handabdruck für jedes Kind aufbewahrt.

Die Collagen waren mit Klebestift aufgeklebt und mussten noch festgesteppt werden.Die Abdrücke habe ich vorher gut gebügelt, um die Acrylfarbe zu fixieren.




Dann habe ich über Tage Umschlag für Umschlag genommen und daraus Blöcke genäht: Shirts zerschnitten, Stoffe arrangiert, Handabdrücke appliziert.



Es gab einige Mütter, die angeboten hatten, mir zu helfen. Leider war niemand mit Näherfahrung dabei. Dennoch hatte ich anfangs die Idee, dass man sich treffen könnte, um gemeinsam an der Decke zu arbeiten. Leider hatte ich dann über Wochen und Monate große Probleme mit meinem Fuß und schließlich die Operation. Das hat mich sehr ausgebremst und ich habe mich letzendlich entschieden, alles selber zu nähen.

(Zu dieser Zeit waren gerade unsere Besuchskatzen bei uns. Ich konnte mich hundertprozentig darauf verlassen, dass zumindest eines der Fellbündel kam, sobald ich den Stoff auf den Boden legte.  Das macht die Arbeit zwar nicht unbedingt schneller - aber doch wesentlich gemütlicher!)




Die Einfassung habe ich wieder ganz einfach mit Jersey gemacht. Aus irgendwelchen Gründen hat dabei meine Nähmaschine gestreikt und immer wieder Stiche ausgelassen. An diesen Stellen musste ich etwas improvisieren  und habe die kleinen gestreiften Teile einfach darüber genäht. Irgendwie hat mir dann gerade dieser Teil an der Decke besonders gut gefallen.




Zum Schluss wurde es noch etwas hektisch, weil ich tatsächlich einen Abgabetermin für die Decke hatte.  Im Kindergarten wurde nämlich eine Vernissage mit allen Kunstprojekten des Kindergartenjahres veranstaltet.

Und so hing unsere Decke dort zusammen mit Bildern aus gefärbten Eierschalen, Schiffen aus Holz, Gemälden aus Gewürzen, Upcycling-Kunst und Tieren aus Knete und wurde vom zahlreichen Publikum bewundert. Die Kinder waren zu Recht sehr stolz auf ihr Werk! Und ich natürlich auch.


Besonders gefreut hat es mich, dass neben der Decke eine digitaler Bilderrahmen stand. Eine Erzieherin hatte an unseren Basteltagen ganz viele Fotos von den Kindern beim Werkeln gemacht. Diese Bilder liefen nun dort als Endlosschleife. 


So.
Und jetzt Ihr ;-)!

Vielleicht konnte ich Euch eine kleine Anregung geben, es selber mal mit so einem Projekt zu versuchen.  Der erste Schritt ist dabei wahrscheinlich der schwierigste. Der Rest kommt dann schon - Schritt für Schritt.

Für mich hat sich die Mühe gelohnt und ich bin sehr stolz auf die kleinen Bärenkinder.

Und mal schaun - vielleicht gibt es eine Wiederholung in ein paar Jahren.
Wir haben ja jetzt ein Schulkind ....

Dienstag, 4. November 2014

Der Kindergarten-Quilt



Das letzte Kindergartenjahr unseres Sohnes stand unter dem Motto "In jedem steckt ein kleiner Künstler". Eine Aussage, die ich sofort unterschreiben würde und die so ganz nach meinem Geschmack war. Schnell entstand in meinem Kopf die vage Idee, dass man doch mit den Kindern einen Quilt machen könnte.

Einen Quilt mit Kindern zwischen 3 und 6 Jahren? Geht das überhaupt? Irgendwann war ich mir sicher: Ja - das kann gehen. Mit Unterstützung an der Nähmaschine, mit kindgerechten textilen Arbeitstechniken und mit etwas Spaß an Improvisation.

Und so entstand zusammen mit den Kindern der Bärengruppe eine schöne große bunte Decke. Jedes Kind hat seinen eigenen Block bekommen. Jeder Block besteht jeweils aus einem alten Kleidungsstück des Kindes,  einer Collage, die es gestaltet hat und einem Original-Handabdruck.

Ich habe es übernommen, die Collagen und die Handabdrücke zu applizieren, die Shirts zu zerschneiden und mit Stoffresten aus meinem Fundus zu vernähen.

Die Arbeit mit den Kindern hat mir noch einmal jedes einzelne Kind der Bärengruppe sehr nahe gebracht. Ich war bei einigen 3jährigen überrascht, mit welcher Konzentration und welchem Eifer sie dabei waren. Die etwas größeren Kindern waren teilweise richtig kreativ und haben kleine Meisterwerke geschaffen.
Gegrinst habe ich über die klassischen Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen: die größeren Jungs haben sehr minimalistisch und flott gearbeitet. Sie wollten schnell wieder nach draußen auf den Spielplatz. Die meisten Mädchen allerdings hätten wohl am liebsten den ganzen Tag in den Stoffen gewühlt und gebastelt.

Es war eine schöne Arbeit.
Es war auch meine Art, dem Kindergarten "Lebewohl!" zu sagen.  Etwas von mir, meinem Kind und den anderen Kindern, die nun zur Schule gekommen sind, bleibt hoffentlich noch für lange Zeit in der Bärengruppe.
  

Hier kommen ein paar einzelne Blöcke.
Ich habe für den Untergrund viele Stoffreste und Damastbettwäsche verarbeitet.
Wichtig war mir, dass die Collagen der Kinder gut zur Geltung kommen und dass die Teile aus den Kleidungsstücken der Kinder gut zu erkennen sind. So muss man keine Namen aufschreiben. Die Kinder wissen genau, wem welches T-Shirt gehört!




Für die Rückseite habe ich eine Farbe gewählt, die für Jungs und Mädchen gleichermaßen gut geeignet ist. Die Einfassung habe ich in bewährter Art genäht (so wie hier und hier).



Falls jemand etwas über den Entstehungsprozess lesen möchte: schaut doch bitte morgen noch einmal vorbei. Dieser Post würde sonst viel zu lang werden.   





Außerdem bin ich mal wieder spät dran - Upcycling-Dienstag und Creadienstag warten noch.

Montag, 3. November 2014

Herbstrosen


Rosen.
Ich bin jedes Jahr aus Neue erstaunt, wie lange sie blühen.

Sie sind jetzt im Herbt zwar etwas kleiner - aber noch immer wunderschön.

Von oben nach unten: Bouquet parfait, Sweet Pretty, meine Lieblingsrose Blush Noisette und zum Schluss die schneeweiße Swany, die sich jetzt mit roten Pünktchen schmückt.

Mit meinen Rosen gehe ich heute zu Steffi`s MakroMontag.






Sonntag, 2. November 2014

Blätterkranz


Der Wetterbericht hat für heute noch einmal schönstes Herbstwetter angesagt.

Das werden wir natürlich genießen! Zusammen mit Freunden machen wir einen kleinen Sonntagsausflug nach Hude zur Klosterruine.  Einfach spazieren gehen, die Kinder toben lassen, plaudern und zum Abschluss Einkehr in die Klosterschänke.

Ganz bestimmt werde ich auf der Heimreise wieder einen Beutel mit allerlei Gesammeltem dabei haben: Blätter, Moos, Zweige.

Es ist doch immer wieder eine Überraschung, was man so findet.
Und vor allem, was man dann daraus macht.

Vielleicht findet Ihr heute besonders schöne Blätter?
Dann nehmt doch gleich ein paar mehr davon mit und macht Euch einen schönen Kranz daraus. Zum Auffädeln reicht ein alter Drahtbügel, den man in Form biegt, eventuell mit einer Kneifzange etwas einkürzen und dann die Blätter einfach auffädeln. 

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!